Der Tag des offenen Tunnels in Bottmingen war für die EBM ein voller Erfolg. Von überall her kamen Interessierte auf die Baustelle und wollten einen Blick in die unterirdische Tunnelröhre werfen und möglichst selber ein paar Meter in die zukünftige Leitungs-Trasse vordringen. Davor hinderte sie auch der Gang über ein schwindelerregendes Baugerüst kaum, das die Besucherinnen und Besucher in den rund zehn Meter tiefen Schacht führte.

Nachdem man einen der beiden mächtigen Presszylinder mit einer Leiter überklettert hatte, stand man dann vor einem kreisrunden Loch und durfte einen kleinen Spaziergang in den knapp 2 Meter hohen Tunnel wagen. Damit genügend Luft in der unterirdischen Röhre vorhanden war, war extra eine Belüftungsanlage installiert worden. Für Fragen waren die Fachleute der EBM vor Ort und gaben professionell Auskunft. Da nur wenige Personen auf einmal Platz hatten, mussten sich die Schaulustigen auf dem Bauplatz etwas gedulden, bis sie an die Reihe kamen.

Immer wieder wurde betont, dass die Microtunneling-Technologie einen raschen Vortrieb im Untergrund ermögliche und besonders umweltverträglich sei. Auch die Lärmemissionen seien gegenüber einem konventionellen Bauverfahren mit offenem Graben viel geringer. Ein grosser Teil des Aushubmaterials wird zudem später wieder verfüllt. Das heisst, sind die Leitungskabel einmal im Tunnel verlegt, werden sie mit verfestigtem Aushubmaterial ummantelt.

Die Tunnelbohrmaschine stand natürlich still und die Bauarbeiten ruhten. Der Vortrieb hatte bereits rund 200 Meter erreicht. Kaum sonstwo bestand die Möglichkeit, moderne Tunnelbautechnik so hautnah zu erleben.

Vor oder nach dem spannenden Besuch bestand die Möglichkeit, sich mit einer gebratenen Wurst zu verpflegen, spannenden Experimenten zuzuschauen, einen technischen Film über das Microtunnelingverfahren zu betrachten und ein Yogurt-Glace zu geniessen.


Jean-Marc Pache






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