Die dritte Tamedia-Online-Umfrage geht von einem Sieg der Befürworter des ersten Massnahmepakets zur Energiestrategie aus.

Das Stimmvolk entscheidet am 21. Mai über das erste Massnahmenpaket zur Energiestrategie 2050, gegen das die SVP das Referendum ergriffen hat. Der Bundesrat und das Parlament wollen den Energieverbrauch senken, die Energieeffizienz erhöhen und die erneuerbaren Energien stärker fördern.

Gemäss der dritten Online-Umfrage von Tamedia vom 4. Und 5. Mai würden 53 Prozent Ja oder eher Ja stimmen, abgelehnt würde die Vorlage von 45 Prozent. 2 Prozent haben sich noch nicht festgelegt. Damit gewannen die Gegner an Terrain. Vor zehn Tagen hatten sich noch 55 Prozent für das Energiegesetz ausgesprochen. 42 Prozent waren dagegen. In der ersten Umfragewelle war der Unterschied zwischen Ja- und Nein-Anteil noch etwas grösser.

Auch laut der neusten Telefonumfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG ist zwar ein Nein-Trend ersichtlich, jedoch hätten die Befürworter mit 56 Prozent immer noch eine absolute Mehrheit. In der SRG-Umfrage vor einem Monat waren noch 61 Prozent der Stimmberechtigten für das Energiegesetz und nur 30 Prozent bestimmt oder eher dagegen.

Am deutlichsten unterstützen Wählende der SP und Grünen das neue Energiegesetz. Auch die CVP-Wähler sind mehrheitlich dafür. Der allgemeine Nein-Trend findet sich bei diesen drei Parteien nicht. Anders ist dies bei FDP-Sympathisanten. Sie bleiben zwar knapp im Ja-Lager, die Zustimmung geht hier aber zurück. Im Umfeld der SVP zeigt sich die ablehnende Haltung in der zweiten Umfrage verstärkt.

Gemäss der Tamedia-Umfrage ist das Hauptargument der Befürworter weiterhin, dass die Zukunft erneuerbaren Energien gehört und das Klima geschont werden soll. Auf der Seite der Gegner stören sich 31 Prozent der Befragten daran, dass das Gesetz die bewährte und sichere Energieversorgung der Schweiz zerstöre.

Die Resultate der Befragung stützen sich auf 11'490 Teilnehmenden aus der ganzen Schweiz. 

Quelle: Blick, sda


Jean-Marc Pache






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